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Vom Sicherheitstraining für Konfliktgebiete über die Vermittlung von zivilen Expertinnen und Experten in Missionen der OSZE, EU oder UN bis hin zu Thesenpapieren für den Bundestag: Das Zentrum für Internationale Friedenseinsätze bietet Dienstleistungen und Expertise rund um das Thema Friedenseinsätze „aus einer Hand“. Der integrierte Ansatz des ZIF, der Training, Human Resources und Analyse unter einem Dach vereint, ist weltweit als führendes Modell anerkannt.


Dank seiner praxisnahen Arbeit hat sich das ZIF zu einem geschätzten Kooperationspartner entwickelt. Darauf reagieren wir, indem wir in Projekten auf spezifischen Qualifizierungs- oder Konzeptionsbedarf im Bereich Peacekeeping eingehen. So beraten wir zum Beispiel die Afrikanische Union beim Aufbau eines zivilen Expertenpools, wir koordinieren eine europaweite Trainingsinitiative, die gemeinsame Qualitätsstandards erarbeitet oder entwickeln im Rahmen einer Workshop-Reihe Szenarien für Friedenseinsätze.



AufgabenBearbeiten

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Unsere Aufgabe ist es, zivile Kapazitäten zur Krisenprävention, Konfliktlösung und Friedenskonsolidierung zu stärken. Daher ist das Kernmandat des ZIF

  • die Qualifizierung und
  • Bereitstellung, Vermittlung und Betreuung von Zivilpersonal für internationale Friedens- und Wahlbeobachtungseinsätze, u.a. durch Aufbau und Pflege eines Expertenpools von deutschem Fachpersonal sowie
  • die Erarbeitung von unabhängigen Analysen, Lessons Learned und konzeptionellen Beiträgen und Veranstaltungs-, Informations- und Beratungsangeboten zu den Themenfeldern Peacekeeping und Peacebuilding.

Dazu arbeitet das ZIF eng mit dem Auswärtigen Amt, dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, dem Bundesministerium des Innern, dem Bundesministerium der Verteidigung und internationalen Organisationen, insbesondere mit der UN, der EU und der OSZE zusammen.

Entsprechend dieser Aufgaben ist das Zentrum in drei Arbeitsbereiche organisiert: Training, Human Resources und Analyse. Sie sind in der täglichen Arbeit eng miteinander verbunden.

Das ZIF ist eine gemeinnützige GmbH, finanziert aus Bundesmitteln. Gesellschafter ist die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Auswärtige Amt. Satzungsgemäße Organe sind neben der Geschäftsführung und der Gesellschafterversammlung der Aufsichtsrat und ein internationaler Beirat. Sitz des Zentrums ist der Ludwigkirchplatz in Berlin-Wilmersdorf.


GeschichteBearbeiten

Das Berliner Zentrum für Internationale Friedenseinsätze (ZIF) wurde 2002 in engem Zusammenwirken von Bundesregierung und Bundestag gegründet, um die deutschen zivilen Kapazitäten für internationale Friedenseinsätze zu stärken.


Anlass für die Gründung des ZIF waren die Entwicklungen auf dem Balkan ab Mitte der 1990er Jahre, insbesondere die Ereignisse im Kosovo. Der Bedarf an erfahrenen zivilen Expertinnen und Experten stieg damals sprunghaft an, der Charakter von Friedensmissionen veränderte sich grundsätzlich. Standen ursprünglich rein militärische Aufgaben im Vordergrund, nämlich die Überwachung von Waffenstillstandslinien nach Kriegen zwischen Staaten, änderte sich dies grundlegend nach 1990. In Somalia, Afghanistan, Haiti, im ehemaligen Jugoslawien, Liberia oder der DR Kongo sah sich die internationale Gemeinschaft zunehmend mit innerstaatlichen Konflikten konfrontiert. Für die Friedenssicherung und Stabilisierung in den Konfliktregionen war nun auch zivile Expertise gefragt. Die deutsche Regierung reagierte darauf, indem sie die Idee eines Kompetenzzentrums für zivile Expertise in Friedenseinsätzen aufnahm und realisierte. Dr. Winrich Kühne, Gründungsdirektor des ZIF, hatte dieses Konzept entwickelt und entscheidend vorangebracht. Zentraler Gedanke war, die Auswahl und Vermittlung von Personal, die feldbezogene Vorbereitung und Spezialisierung sowie die Analyse, Beratung und Lessons Learned unter einem Dach zu vereinen. Diesem integrierten Modell folgend haben andere, v.a. europäische Staaten mittlerweile ähnliche Institutionen aufgebaut.


EntwicklungBearbeiten

10 Jahre nach seiner Gründung ist das ZIF ein solider Pfeiler deutscher ziviler Krisenprävention – ganz im Sinne des im Mai 2004 von der Bundesregierung verabschiedeten und seitdem fortgeführten Aktionsplans „Zivile Krisenprävention, Konfliktlösung und Friedenskonsolidierung“. Im ZIF-Expertenpool stehen über 1200 Expertinnen und Experten mit einem weiten Spektrum an Fähigkeiten und Erfahrungen für Wahlbeobachtungen oder Friedenseinsätze zur Verfügung. Rund 200 von ihnen arbeiten derzeit für die UN, die EU oder die OSZE. Seit 2002 kamen in über 140 Wahlbeobachtermissionen der EU und der OSZE insgesamt mehr als 3100 Expertinnen und Experten zum Einsatz. Die Anforderungen in den Missionen haben sich weiterentwickelt – darauf reagieren wir, indem wir neue Berufsgruppen für den Bereich Friedenseinsätze wie Richter, Staatsanwälte, Logistiker und Ingenieure anwerben. Seit 2002 haben 2100 Fachkräfte an den 110 Grund- und Spezialisierungskursen teilgenommen, davon waren 44 % Frauen und gut ein Drittel internationale Teilnehmende. Seit 2004 unterstützen wir zudem das Kofi Annan International Peacekeeping Training Centre (KAIPTC) in Ghana sowie die afrikanische Regionalorganisation ECOWAS bei der Ausbildung von Wahlbeobachtern Seit 2011 koordinieren wir ein Konsortium von 13 Trainingspartnern für Europe’s New Training Initiative for Civilian Crisis Management (ENTRi), einem EU-Programm für capacitiy-building. Wir blicken auf eine Vielfalt an Konferenzen und Veranstaltungsformaten zurück wie den Berlin Workshop oder die After Work Briefings, bei denen wir Praktiker aus dem Feld mit politischen Entscheidern zusammenbringen. Die Produktpalette des ZIF umfasst verschiedene zielgruppenorientierte Formate wie die Policy Briefings für die Politikberatung, die Aktuellen Informationen als wöchentliche internationale Presseschau, das Glossar als Einstieg in das Fachgebiet oder dieToolbox Krisenmanagement, die einen Überblick über den deutschen Beitrag zu ziviler Krisenprävention weltweit liefert.

Aktuelle FriedensmissionenBearbeiten

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LinksBearbeiten

Homepage ZIF

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