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220px-Berlin, Tiergarten, Otto-von-Bismarck-Allee, Botschaft Schweiz

Die Schweizerische Botschaft Berlin ist der Sitz der diplomatischen Vertretung der Schweizerischen Eidgenossenschaft in Deutschland.



InhaltsverzeichnisBearbeiten

  • 1 Standort
  • 2 Geschichte


Standort [Bearbeiten]Bearbeiten

Das Botschaftsgebäude befindet sich an der Otto-von-Bismarck-Allee am Südrand des Berliner Spreebogenparks, in unmittelbarer Nähe zumBundeskanzleramt.

Geschichte [Bearbeiten]Bearbeiten

Der heutige Sitz der Schweizerischen Botschaft wurde durch den Architekten Friedrich Hitzig in den Jahren 1870/71 als privates Stadtpalais im sogenannten Alsenviertel für Friedrich Frerichs errichtet.

1910/1911 integrierte der Architekt Paul Otto August Baumgarten diesen Vorgängerbau in die neoklassizistische Villa Kunheim. Dabei erweiterte er den ursprünglich zweigeschossigen, siebenachsigen Bau zu einem dreigeschossigen mit neun Achsen. Ionische Säulen in Wandnischen über dem hohen Sockelgeschoss gliedern die Fassade. Puttenreliefs schmücken den Fries. Das Haus wurde nun zeitweise Mittelpunkt der Berliner Gesellschaft.

Die Schweizerische Eidgenossenschaft erwarb 1919 das Gebäude. Nach Umbauten diente es ab 1920 als Kanzlei der Schweizer Gesandtschaft sowie als Residenz des Gesandten.

Die Abrissarbeiten für die Welthauptstadt Germania und den Zweiten Weltkrieg überstand die Botschaft als einziges Bauwerk im Spreebogen ohne gravierende Schäden. In der Schlussphase des Kampfes um Berlin Ende April 1945 wurde die Botschaft vorübergehend von sowjetischen Truppenokkupiert und diente als Stützpunkt bei der Eroberung des Reichstags. Schon während der Bombenangriffe war die Botschaft im Schloss Rauschendorfbei Sonnenberg untergebracht.

In den ersten Nachkriegsjahren war das Gebäude Sitz der Heimschaffungskommission, die sich mit der Heimführung schweizerischer Staatsangehöriger aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten befasste.

Die Botschaft der Schweiz in Deutschland befand sich von 1977 bis 1999 in Bonn. In der Deutschen Demokratischen Republik unterhielt die Schweiz eine Vertretung in der Esplanade 21.

Im Oktober 1992 schließlich, nachdem die endgültige Entscheidung zugunsten Berlins als Bundeshauptstadt gefallen war, wurde das Gebäude Sitz einer Außenstelle der Schweizerischen Botschaft in Bonn.

Das Botschaftsgebäude wurde renoviert und erhielt an der Ostseite einen Erweiterungsbau nach Entwürfen des Architekturbüros Diener & Diener. Noch vor dem Abschluss der letzten Arbeiten im Frühjahr 2001 bezog die Schweizerische Botschaft im Jahr 2000 das Gebäude.

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